
Bernau / Barnim: Für die rund 890 Reinigungskräfte im Landkreis Barnim beginnt das neue Jahr mit einem deutlichen Lohnplus.
Wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Oderland mitteilt, steigt der gesetzliche Mindestlohn in der Gebäudereinigung ab Januar auf 15 Euro pro Stunde. Die Gewerkschaft, die sich bei den Personalzahlen auf Daten der Bundesagentur für Arbeit stützt, betont die Relevanz der Branche: Die Beschäftigten sichern die Hygiene in Büros, Schulen und Krankenhäusern der Region.
„Wer Fassaden oder Fenster reinigt, bekommt jetzt sogar 18,40 Euro pro Stunde. Denn das ist der neue Mindestlohn für die Außenreinigung. Egal, wer wo saubermacht: Die neuen Lohn-Limits in der Gebäudereinigung sind das Minimum, das in der Gebäudereinigung bezahlt werden muss“, sagt Astrid Gehrke von der IG BAU Oderland. Alle 60 Gebäudereiniger-Unternehmen im Landkreis Barnim müssten sich daran halten.
„Gebäudereinigerinnen und Fassadenreiniger sorgen für Sauberkeit. Sie machen im Kreis Barnim einen wichtigen und harten Job. Der wird durch die neuen Branchen-Mindestlöhne jetzt deutlich fairer bezahlt“, sagt Gehrke. Auch eine Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk lohne sich: „Azubis starten ihre Ausbildung mit 1.000 Euro im Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr gehen sie mit 1.150 Euro nach Hause. Und im dritten Jahr haben Gebäudereiniger-Azubis 1.300 Euro pro Monat im Portemonnaie“, so die Vorsitzende der IG BAU Oderland, Astrid Gehrke.
Eine Information der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt – Bezirksverband Oderland. Titelbild: IG BAU | Tobias Seifert.
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